Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Walldorf


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Kerwe 98

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Feuerwehr aus Freeport / USA zu Gast in Walldorf





Seit 1993 ist die Astorstadt Walldorf eng mit ihrer Partnerstadt Astoria im Bundesstaat Oregon an der Pazifikküste verbunden. Schon viel älter ist eine andere "Partnerschaft", die der Freiwillige Feuerwehr Walldorf mit ihren Kollegen von Freeport Merrick und Baldwin auf Long Island, New York an der Atlantikküste.

Manhattan
Empfang im Rathaus




Anläßlich der Walldorfer Kerwe waren die Amerikaner gleich mit einem Dutzend
Floriansjüngern in Walldorf vertreten.

In seinen Begrüßungsworten im Rathaus betonte Bürgermeister Heinz Merklinger, daß er im Ratssaal schon zahlreiche Besucher aus dem nahen und fernen Ausland begrüßt habe, aber noch keine Feuerwehrangehörige aus den USA, die mit ihren schmucken Uniformen bei der Kerweeröffnung und bei mehreren anderen Gelegenheiten das Stadtbild bereichern.



Merklinger ging auch auf die historischen Hintergründe dieser Partnerschaft ein. Treibende Kraft war Allen Grosser, der ehemalige Feuerwehr-Captain aus Freeport, gewesen. Als er Ende der 60er Jahre bei der US-Army in Heidelberg stationiert war, hatte er von seinen nach Amerika ausgewanderten Eltern die Adresse eines früheren Nachbarn aus Walldorf in der Tasche: Hermann Kempf. Für Grosser ist es nicht bei einem Besuch in Walldorf geblieben. Das Kempf- Haus wurde zu seiner zweiten Heimat. Durch seine neuen Freunde kam das Mitglied der Feuerwehr von Freeport auch zur Walldorfer Freiwilligen Feuerwehr, in deren Mitte er seinen 50. Geburtstag und sogar seine Hochzeit feierte.

Bereits in den 80er Jahren nahm dann Kommandant Kempf und seine Delegation an einem Fest in Freeport teil. Zum Gegenbesuch wurde anläßlich des 125. Jubiläums derWalldorfer Wehr eingeladen. Als örtliche Kommandanten in Freeport und den Nachbarorten 1997 und 1998 eingeführt wurden, waren die Walldorfer wieder dabei.

Wie in Deutschland, hört auch auf Long Island das Einsatzgebiet der Feuerwehr nicht an der Ortsgrenze auf. Schnell wurden Kontakte zu den Wehren im nahen Merrick und Baldwin geknüpft, auch ihre Uniformen konnte man in den letzten Jahren im Walldorfer Kerweumzug sehen.

Und gerade bei Baldwin schloß sich der Kreis für den Bürgermeister, hatte er doch selber dort Verwandte, die über viele Jahre enge Kontakte auch mit Hermann Kempf und anderen Walldorfern in Amerika pflegten.

Was die Gäste während ihres 10tägigen Aufenthaltes in der Astorstadt nicht persönlich besichtigten, konnten sie anschließend im "Walldorf-Movie" bewundern, das sogar auf englisch. Schließlich hatte man die halbstündige Präsentation der "Stadt zwischen den Wäldern" mit einer englischen Version versehen.

Daß es beim Empfang im Raatssaal mitten im Astor-Jubiläumsjahr '98 auch um Walldorf's berühmtesten Sohn Johann Jakob Astor ging, sei nur nebenbei erwähnt. Besonders die Älteren unter den Besuchern konnten sich noch an die Landsitze der Astors im nahen Newport erinnern.

Den Gästen aus Amerika und ihren deutschen Gastgebern gratulierte der Bürgermeister: "...daß sie eine intensive Freundschaft aufgebaut und über Jahre gepflegt haben" und "hoffentlich noch viele Besuche in Walldorf und auf Long Island folgen werden."

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