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Becken sind seit uralten Zeiten bekannt, und ihr Ursprung liegt wahrscheinlich in Asien. Das Kaiserreich China und die Türkei haben hierbei den größten Einfluss auf die Entwicklung ausgeübt. Mit der Janitscharenmusik gelangten die Becken im Laufe des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa, wo sie Eingang in die Militärorchester (1850) und später auch in die Sinfonieorchester fanden. In der Militärmusik spielen sie eine wichtige Rolle und markieren gemeinsam mit der großen Trommel die Grundschläge.
Die Herstellung eines Beckens ist ein kompliziertes Verfahren und umfasst mehrere Arbeitsschritte. Insbesondere die Metall-Legierung, aber auch die Bearbeitungsvorgänge des Hämmerns und Abdrehens – die bei hochwertigen Modellen nach wie vor von Hand durchgeführt werden – beeinflussen maßgeblich den Klang des späteren Beckens.
Bei den hauptsächlichen Herstellermarken sind zwei Legierungen üblich: Die häufiger verwendete sogenannte B20-Legierung (rund 20 % Zinn, 80 % Kupfer), und B8 (mit entsprechend geringerem Zinngehalt, und rötlicher Farbgebung). Qualitativ minderwertige und günstigere Becken bestehen meist aus Messing oder Nickelsilber.
Übliche Herstellungsverfahren sind:
Rotocast-Verfahren: Gegossene Metallklumpen, die unter Erhitzung in die Grundform gewalzt werden. Der Prozess ist aufwändiger, die Becken dafür hochwertiger, aber auch teurer.
„Press“-Verfahren: Fertige, gestanzte, runde Metallplatten werden in Form tiefgezogen. Der Vorgang ist weniger aufwändig als das Gussverfahren. Becken im Unterklasse- und Mittelklasse-Bereich werden so kostengünstiger hergestellt.
Bei beiden Verfahren folgt dann, je nach Serie, eine manuelle oder maschinelle Weiterbearbeitung (gehämmert, abgezogen, poliert).