Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Walldorf


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Ausbildung

Spielmannszug



Immer mehr Spielleutegruppen haben die vielen Vorteile des frühen Einstiegs in die Musikausbildung erkannt. In etlichen Fachartikeln wurde bereits versucht, Hilfe zu geben und Mut zu machen.

Neben dem im Jahre 1949 neugegründeten Spielmannszug wurde am 15. Mai 1997 ein Schülerspielmannszug ins Leben gerufen. In zwei Grundschulen wurden an die Kinder Handzettel verteilt. Bei der Gründungsversammlung waren 13 Kinder mit ihren Eltern erschienen. Da die Fluktuation doch sehr hoch ist lernen zur Zeit nur zwei Eltern mit zwei ihrer Kinder die Querflöte und die kleine Marschtrommel.


In keinem Alter sind Menschen so lernfähig wie im Grundschulalter. Die Ausbilder sind immer wieder überrascht, welche Lernfortschritte die Grundschulkinder erzielen.
Ein großer Teil der Schüler, die den Unterricht abbrechen, tun dies aufgrund mangelnder Erfolgserlebnisse. Ursache dieses Mangels ist meist ein zu geringes Übungspensum, das fast immer Lehrer und Eltern zu verantworten haben.
Ohne regelmäßiges Üben kann kein Instrument gelernt werden. Wer nur in den "Übungsstunden" übt, der bleibt auf unterem Niveau und wird um eine Menge Erfolgserlebnisse betrogen.

Wer ein Instrument lernen will, entscheidet sich vorher für alle Konsequenzen, also auch einem regelmäßigen Zeitaufwand für das Instrument. Das heißt, der Schüler muß seine ihm gestellte Hausaufgaben auch bewältigen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. In der Regel reicht eine halbe Stunde pro Tag aus, um das Pensum zu erfüllen. Weiterhin ist wichtig, daß der Schüler auch die Proben regelmäßig besucht. Interessant ist, daß dies immer dann funktioniert, wenn für den Unterricht und Instrument Geld bezahlt werden muß. Daher tut man den Schülern keinen Gefallen, wenn man nicht regelmäßiges Üben verlangt und Unterricht und Instrument frei sind.

Viele Erwachsene bedauern, daß sie aus finanziellen Gründen früher kein Instrument lernen konnten. Manche ehemalige Musikschüler klagen darüber, daß ihre Eltern damals das regelmäßige Üben nicht durchgesetzt haben.

Ein Musiklehrer sagte anläßlich eines Elternabends: "Ihre Kinder werden Ihnen später einmal sehr dankbar dafür sein, wenn Sie mit sanftem Druck das regelmäßige Üben jetzt durchsetzen und ihnen über die lustlosen Phasen hinweghelfen."
Alle Kinder erleben Phasen, in denen sie keine Lust zum Üben haben. Erst wenn diese Phasen lange anhalten, kein Ende des Tunnels in Sicht ist, dann sollte man den Unterricht abbrechen.


Gerade im Spielmannswesen muß man mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit. Gab es früher in Spielmannszügen nur eine Sopranstimme, so ist in der heutigen Besetzungsform die Sopranstimme dreistimmig besetzt, hinzu kommt noch die erste und zweite Altstimme, die Tenorstimme und oft auch die "Solo Diskantstimme".

Auch im Bereich Schlagwerk hat sich einiges geändert. Immer mehr findet man bei fortschrittlichen Spielmannszügen der Stimmung entsprechende Kesselpauken und Xylophone. Ein Musikstück, das mehrstimmig gespielt werden kann, erfreut nicht nur die Musiker. Diese Art Vortragskunst wird auch für den anspruchsvollen Zuhörer zum Genuß.







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